Magnetfeldtherapie
 
Seit kurzem ist auch in unserer Praxis ein modernes Gerät zur Therapie mit pulsierenden Magnetfeldern ( PMT ) verfügbar.
 

Die biologische Wirkung von Magnetfeldern ist seit Jahrtausenden bekannt und wurde zur Heilung verschiedenster Erkrankungen genutzt. Cleopatra z.B. trug ein Stirnband aus Magneten, um ihre chronischen Kopfschmerzen zu lindern. Empirisch (d.h. aus Erfahrung) wusste man um die schmerzlindernde und heilende Wirkung von Magneten. Allerdings hat man erst in den letzten Jahren damit begonnen, die Wirkmechanismen genauer zu untersuchen. Trotzdem reichen die gegenwärtigen Erkenntnisse noch nicht aus, um die durch pulsierende Magnetfelder erzeugten Wirkungen lückenlos zu erklären, da die in biologischen Systemen ( Mensch ) anlaufenden Prozesse sehr komplex und kompliziert sind. Wechselwirkungen zwischen magnetischen Feldern und biologischer Materie sind im energetischen Sinne extrem gering; daher gestaltet sich deren Erforschung sehr schwierig.
Bekannt ist aber, dass es durch die Wirkung magnetischer Felder zu einer Art Katalyse oder Inhibition in dem behandelten biologischen System kommt (der Körper bekommt vom Magnetfeld gewissermaßen einen „Schubs“ um zum Beispiel die Selbstheilung anzuregen).

 

Unter den angewendeten magnetischen Feldern haben sich diejenigen mit den niedrigsten Frequenzen (unter 100 Hz) und den niedrigen Stärken (unter 50 Gauss) am besten bewährt. Diese Felder werden wegen ihrer Eigenschaften ELF (extremly low frequenz) genannt und werden auch bei dem in unserer Praxis eingesetzten Gerät ‚Supera B1’ der Firma Medywell genutzt.

 
Die Hauptwirkungen der pulsierenden Magnetfeldtherapie sind:
 
antientzündliche Wirkung und Beseitigung von Ödemen (Schwellungen)
   
Schmerzlinderung
   
Biostimulation der Geweberegeneration (Anregung der Selbstheilung)
 

wobei wichtige Stoffwechselvorgänge normalisiert und das Immunsystem angeregt werden sowie ein Gleichgewicht einzelner Körperzellen hergestellt oder wieder hergestellt wird. Nebenwirkungen der Magnetfeldtherapie gibt es nicht, jedoch sollten Herzschrittmacher- oder Prothesenträger aus Gründen der Vorsicht keine PMT erhalten, ebenso Schwangere.

 
Indikationen für PMT :
 
Schmerzen und Behinderung der Beweglichkeit bei Arthrosen der Gelenke(Hände, Ellenbogen, Schulter, Knie, Hüfte, Sprunggelenk) und der Wirbelsäule
   
Beschleunigung der Wundheilung nach Frakturen
   
Schmerzen bei Osteoporose
   
Schmerzen bei Lumbago, Ischialgien, Lumboischialgien, Verspannungen der Muskulatur, Muskelrissen, Kontrakturen, Muskelzerrungen, Sportverletzungen u.a. Schmerzzustände
   
Beschleunigung der Wundheilung bei akuten und chronischen Wunden oderVerbrennungsverletzungen
   
Unterstützende oder Alleintherapie bei Nasennebenhöhlenentzündungen und Tinitus (Ohrgeräusche) in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
   
in der Inneren Medizin bei Stoffwechselerkrankungen wie z.B. beim Diabetes mellitus zur Therapieunterstützung, bei Asthma bronchiale und bei Durchblutungsstörungen
   
bei bestimmten Krebserkrankungen zur Therapieunterstützung
   
Indikation und Behandlungsdauer werden vom Arzt individuell festgelegt. Im Prinzip gilt: akute Behandlung = kurze Behandlungsdauer ( 5, maximal 10 Behandlungen ) mit 3 bis 5 Terminen pro Woche. Chronische Erkrankung = lange Behandlungsdauer ( 10 bis 20 Behandlungen ) mit 2 bis 3 Terminen pro Woche, eine Wiederholung nach sechs Monaten ist oft erforderlich. In den meisten Fällen werden die vom Hersteller empfohlenen Programme (Intensität, Behandlungsdauer, Frequenz der Pulse u.a. ) genutzt, die auf umfangreichen Erfahrungen basieren.
 
Hinweis: bis auf ein leichtes Kribbeln ist die Behandlung nicht spürbar. Sie können Ihre Kleidung anbehalten; Kleidungsstücke mit Eisenknöpfen, Schlüssel o.ä. sollten aber abgelegt werden. Gelegentlich kommt es analog zur „klassischen“ Physiotherapie zu einer sogenannten Erstverschlechterung nach der 2. oder 3. Behandlung; eine Linderung der Beschwerden ist erst danach spürbar.
 
Kosten: eine Behandlung dauert etwa 15 bis 25 Minuten (je nach Programm) und kostet bei Einsatz der Spule (siehe Foto unten) 5,- € pro Behandlung, bei Einsatz von Intensivapplikatoren direkt auf dem erkrankten Organ 6,- € pro Behandlung und bei Ganzkörperbehandlung mit zwei Spulen (auf den Foto nicht dargestellt) 8,- € pro Behandlung.
 
 
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